



Zur Erinnerung an den siebenten Todestag von Oury Jalloh wird am 7. Januar 2012 um 11.00 Uhr an der Haupttreppe des Dessauer Polizeireviers in der Wolfgangstraße eine Gedenkveranstaltung stattfinden.
Nach einem Redebeitrag wird ein Erinnerungslicht für Oury Jalloh entzündet werden. Alle Mitbürger/innen sind zu diesem Gedenken herzlich eingeladen. Wenn Sie an der Treppe des Polizeireviers Blumen niederlegen möchten, können Sie diese mitbringen. Wir würden uns darüber freuen.
Oury Jalloh kam aus Sierra Leone und war seit 1998 Bürger der Stadt Dessau-Roßlau. Er verbrannte am 7. Januar 2005 unter bislang nicht geklärten Umständen in einer dessauer Polizeizelle.




(Szenenfotos der Inszenierung des Anhaltischen Theaters, Regie: André Bücker)
In der dritten Phase gestalteten die Schüler/innen in drei Religionsgruppen ihre eigene Interpretation mit Grafitminen und Bleistift. Hierbei wurden sie durch die in Dessau-Roßlau ansässige Malerin, Katrin Zickler, sowohl künstlerisch als auch technisch unterstützt.

In der nächsten Phase wurden die gefertigten Zeichnungen in Detail geschnitten. Dabei sollten die Schüler/innen die Gruppen umbilden, so dass sie sich nun mit einer anderen Religion beschäftigen. Die Symbole und die individuellen Figuren wurden so zu zahlreichen voneinander unabhängigen Teilen, welche dann zu einem anderen Ganzen gefügt wurden.
Gleichzeitig arbeiteten die Schüler/innen an drei Grundierungen der Religionsgruppen. Religionsspezifisch wurden die Farben beschränkt, die mit verschiedenen Techniken den Hintergrund bestimmen. Auf großformatigen Grundierungen platzierten die Schüler/innen ihre Zeichenfragmente wie ein Mosaik und bilden die Strukturen zwischen den Details. Es entstand eine religionsgemeinschaftliche Collage als ein angebliches Ergebnis dieser Gruppenarbeit.
Nach der Trocknungspause wurden die Collagen betrachtet. Schüler/innen diskutierten über ihre bisherige Wahrnehmung der Begriffe „Toleranz“ und „Integration“.
Nach der Diskussion zerschnitten die Schüler/inne ihre eigenen (Keine Gruppenumbildung!) Collagen in je drei Bahnen.
Diese Bahnen wurden vermischt aber immer in derselben Reihenfolge wieder aufgehängt. Die zwischen den verschiedenen Religionsbildern entstandenen Stauungen der Konturen wurden erweitert und dringen ineinander ein, so dass ein durchgehendes interreligiöses Bild entsteht.


Am 1. Oktober 2011 fand im Rahmen der Interkulturellen Woche Dessau-Roßlau die Fußball-Mini-WM unter dem Motto „Fußball gegen Rassismus“ statt. Das Ziel der Veranstaltung, die Schaffung eines interkulturellen Miteinanders auf sportlichem Wege, wurde erfolgreich umgesetzt. Viele Jugendliche mit/ohne Migrationshintergrund aus Dessau-Roßlau und Halle (Saale) nahmen an diesem Turnier teil und bezogen damit Stellung für Vielfalt und gegen Rassismus.

Das Turnier wurde mit Hilfe des Modellprojekts „SEMInar_Pro – Selbstbewusst und kompetent gegen Antisemitismus und Rassismus“ im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ sowie mit Unterstützung des Bundesprogramms „INTEGRATION DURCH SPORT“ realisiert. Ein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen des Sportzentrums Friederikenplatz in Dessau.


